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Schoeller Cup: Halbfinaltag

Schoeller Cup: Halbfinaltag

Heute war bereits Halbfinaltag! Drei GC-Spieler waren noch im Turnier und damit heute im Einsatz.

Der Zeitplan:

DatumUhrzeitKategorieSpieler 1Spieler 2
31.01.2609:00MS 75+Petr Kolacek (R4)Max Bider (R5)
  MS 75+Hans-Ueli Blass (R5)Josef Mörtl (R5)
 10:30MS 65+Norbert Henn (R2)Hannes Aeberhard (R4)
  MS 65+Jürg Hüsler (R3)Martin Gloor (R3)
 12:00MS 55+Oliver Vogt (R1)Thomas Stähelin (R3)
  MS 55+Richard Farda (R3)Christoph Back (R1)
 13:30MS 70+Andrea Lienhard (R2)Jens Kruse (R5)
  MS 70+Hans-Ueli Ritschard (R5)Reto Vanoli (R5)
 15:00MS 60+Renzo Gadola (R4)Martin Bachmann (R5)
  MS 60+Michael Rusterholz (R4)Pascal Raemy (R4)
 16:30MS 45+Mikael Ljunggren (R3)Kristian Baotic (R4)
  MS 45+Christian Henke (R3)Marko Budic (R3)
 18:30MS 50+Christian Ernst (R2)Gian-Andri Casutt (R3)
  MS 50+Karim Accaoui (R4)Kim Greuter (R2)

Punkt 09:00 Uhr konnten die beiden ersten Halbfinalpartien (MS 75+) des Tages starten:

Petr Kolacek (R4) trat gegen Max Bider (R5) an.

Petr überzeugte durch gute Aufschläge, Max durch druckvolle Vorhandschläge. Beide Spieler variierten ihr Spiel mit Stoppbällen. Petr stand nah an der Grundlinie oder einen Schritt im Feld, nahm den Ball früh - wahlweise spielte er direkt aus dem 3/4-Feld Volley - und liess Max hin und her laufen. Bald stand es 6:1 für Petr. Im zweiten Satz wurde es enger: nach einem 1:0, folgte ein 2:1 und ein 3:2 für Petr. Dieser blieb ruhig und fokussiert, liess sich nicht aus dem Konzept bringen und verbuchte kurz darauf den 2. Satz mit 6:2.

Max zeigte sich nach seinem Match als Halbfinalist und seinem Preis an der Seite von Petr sichtlich zufrieden:

Hans-Ueli Blass (R5) stellte sich in seinem Halbfinal Josef Mörtl (R5).

Beide Spieler brachten zu Beginn des 1. Satzes ihre Aufschlagspiele durch. Josef versuchte immer wieder Hans-Ueli mit Stoppbällen zu ägern. Hans-Ueli musste nach einer 3:2-Führung und hart umkämpften Games zu seinem Ärger das Servicespiel abgeben, weshalb Josef mit 4:3 die Führung übernahm. Hans-Ueli stiess vermehrt ans Netz vor, Josef verteidigte sich teilweise geschickt. Es blieb eng und spannend. Der 1. Satz ging am Ende mit 6:4 an Josef. Hans-Ueli blieb seinem Matchplan - häufige Netzangriffe, druckvolle Schläge - auch im 2. Satz treu. Der laufstarke Josef erlief viele der gegnerischen Angriffsbälle, plazierte sie oft in die Spielfeldmitte und streute immer wieder Stoppbälle ein, um Hans-Ueli gleich darauf zu überloben. Letzterer gab nicht auf und verwandelte einen 1:2-Rückstand in eine 3:2-Führung ... gab sie allerdings nach hart umkämpften Games gleich wieder ab. Jedes Game ging über Deuce und dauerte entsprechend lange. Nach Break und Rebreak hatte Josef mehrere Matchbälle und Hans-Ueli etliche Breakbälle. Am Ende gewann Josef nach mehr als 2 1/2 Stunden Kampf mit 6:4 7:5.

Trotz knapper Niederlage schien Hans-Ueli nach seinem Match glücklich und zufrieden.

Um 10:30 Uhr konnte der deutsche Seriensieger Norbert Henn (R2, MS 65+) gegen Hannes Aeberhard (R4) seine Partie beginnen.

Ruhig, konzentriert, fokussiert und konstant spielend begann Norbert den Match, liess Hannes, der mit druckvollen Bällen seinem Gegner Paroli zu bieten versuchte, über das ganze Spielfeld laufen und brachte ihn so schnell mit einer 3:0-Führung in Bedrängnis. Hannes beeindruckte mit einigen scharfen, gut platzierten Grundschlägen, Netzangriffen, und druckvollen Returns, überpowerte aber allzu oft. Was Norbert ausmacht, ist seine Spielübersicht. Früh antizipiert er das Vorhaben des Gegners, steht oft am richtigen Ort und spielt meist in die richtige Ecke. Konsequenterweise ging der 1. Satz mit 6:1 an Norbert. Im 2. Satz übernahm Hannes die Führung. Er spielte locker-gelöst auf, hatte nichts zu verlieren, schien geradezu über sich hinauszuwachsen. Norbert blieb cool, liess den Gegner nicht daran zweifeln, wer der Chef auf dem Platz ist und gewann am Ende verdient den Match mit 6:1 6:1.

Auch Hannes konnte, trotz verlorenem Halbfinal, neben Turnierleiterin Heidi und seinem Gegner zufrieden lächeln:

Während Hans-Ueli Blass und Josef Mörtl noch immer gegeneinander kämpften, konnte mit einiger Verspätung der zweite Halbfinal der 65+ Männer zwischen Martin Gloor und Jürg Hüsler (beide R3) starten.

Bereits das erste Game war zwischen den gleichklassierten Protagonisten hart umkämpft. Das Spiel war geprägt von langen, druckvollen Rallies. Am Ende gewann Jürg Hüsler mit 6:3 den 1. Satz. Der 2. Satz war ausgeglichen, wobei Martin jeweils mit einem Game vorlegte. Jürg versuchte möglichst Martins Backhand anzuspielen, damit dieser seine äusserst druckvolle Vorhand nicht zum Einsatz bringen konnte. Martin konnte den Satz trotzdem mit 6:3 für sich verbuchen. Im Champions-Tie-Break behielt Martin die Oberhand und entschied damit den Match für sich.

Jürg nach seinem Halbfinaleinsatz, in dem er knapp unterlag:

Pünktlich und gut gelaunt konnten Oliver Vogt (R1) und Thomas Stähelin (R3) ihre Partie angehen.

Thomas schlug stark auf. Ihm gelangen immer wieder erfolgreich Netzangriffe. Damit setzte er den um zwei Stufen besser klassierten Oliver unter Druck. Der Mehrfach-Schoeller-Cup-Sieger Oliver liess sich aber nicht aus dem Konzept bringen und konnte den 1. Satz mit 6:2 verbuchen. Im 2. Satz führte er mit 5:1, musste aber aufgrund einer Verletzung Forfait geben. 

Der zweite Halbfinal in der Alterskonkurrenz 55+ konnte aufgrund eines ebenfalls verletzungsbedingten w.o. von Richard Farda (R3) nicht stattfinden.

Damit waren beide Plätze frei für die Herren 70+.

Auf Platz 1 spielten Andrea Lienhard (R2) und Jens Kruse (R5) gegeneinander.

Der um drei Stufen schlechter klassierte Jens spielte unbeschwert auf, zeigte gute Slice-Aufschläge, ging oft ans Netz und glänzte mit clever eingestreuten Kurzcross-Bällen. Andi blieb cool und spielte seine Routine aus, traf oft die Leerfläche auf der gegnerischen Spielseite und konnte den 1. Satz mit 6:2 für sich verbuchen. Während Andi in der Folge zögerlich und fehlerhaft spielte, liess Jens nicht locker, blieb im richtigen Moment aggressiv und ging im 2. Satz mit 4:1 in Führung. Andi wollte dies offensichtlich nicht auf sich sitzen lassen, denn er gewann den 2. Satz schliesslich mit 6:4.

Jens und Andi nach dem Halbfinal:

Auf Platz 2 fand die Partie zwischen Hans-Ueli Ritschard (R5) und Reto Vanoli (R5) statt.

Hans-Ueli liess als ehemaliger NLA-Spieler seine Klasse aufblitzen, spielte schwung- und druckvoll, kam, wenn immer möglich, ans Netz, zeigte gute Beinarbeit und setzte seinen Gegner mit starken Aufschlägen unter Druck. Reto wehrte sich nach Kräften. Hans-Ueli war aber in vielen Ballwechseln besser, weshalb der 1. Satz mit 6:0 an ihn ging. Im 2. Satz ging es im gleichen Stil weiter und Hans-Ueli spielte am heutigen Tag schlicht und einfach herausragendes Tennis, weshalb er denn auch mit 6:0 6:0 gewann. 

Reto mit seinem siegreichen Gegner Hans-Ueli nach dem Halbfinal:

Um 15:00 Uhr ging Pascal Raemy (R4, MS 60+) mit seinem heutigen Gegner Michael Rusterholz (R4) auf den Platz.

Das Spiel war im 1. Satz ausgeglichen, beide Spieler konnten ihr jeweiliges Aufschlagspiel zunächst gewinnen, bis Pascal seinen Gegner Michael beim Stand von 3:3 breakte und mit 4:3 in Führung ging. Michaels Widerstand schien gebrochen und Pascal verbuchte den 1. Satz mit 6:3. Anfang des 2. Satzes vermochte Michael allerdings Pascal das Aufschlagspiel zweimal zum 4:1 abzunehmen. Diesen Vorteil liess sich Martin nicht mehr nehmen und gewann den Satz seinerseits mit 6:3. Im Champions-Tie-Break hatte Pascal das bessere Ende für sich und gewann äusserst knapp mit 12:10.

Die Protagonisten nach dem Halbfinal mit Turnierleiterin Heidi:

Kurz darauf konnte die zweite Halbfinal-Partie der Herren 60+ beginnen. Renzo Gadola (R4) trat gegen Martin Bachmann (R5) an.

Die beiden Kontrahenten lieferten sich spannende druckvolle Rallies. Renzo machte einige Servicewinner, war laufstark und antizipierte Martins Vorhaben gut, weshalb er im 1. Satz mit 4:1, und, einige spannende Rallies später, mit 5:2 in Führung ging. Renzo servierte äusserst druckvoll und schaffte es immer wieder sich über seine Laufarbeit aus der Bedrängis zu befreien, um mit einem Winner schliesslich zu punkten. Konsequenterweise ging der 1. Satz mit 6:3 an ihn. In der Folge spielte Renzo konstanter, machte weniger Fehler, während Martin sich zu viele "unforced errors" leistete. Es kam wie es kommen musste: Renzo gewann mit 6:3 6:2.

Nach dem Halbfinal:

Nun war es an der Reihe der Halbfinals MS 45+ bzw. der "Jüngsten".

Auf Platz 1 duellierten sich Mikael Ljunggren (R3) und Kristian Baotic (R4).

Das Spiel war von harten Schlägen, langen Rallies und starken Aufschlägen geprägt. Zu Beginn war Mikael der konstantere Spieler und führte daher mit 5:2. Nun erhöhte sich die Konstanz auch bei Kristian und er konnte auf 5:4 aufholen. Obschon Kristian aufschlug, musste er sich in der Folge breaken lassen und verlor den den Satz mit 4:6. Im 2. Satz gelang Kristian seinerseits ein Break, weshalb er mit 5:3 in Führung gehen konnte. Er schaffte ein zweites Break, womit der Satzausgleich perfekt war. Im Champions-Tiebreak spielte Mikael stark und gewann mit 10:4.

Die beiden schwedischen Freunde nach einem äusserst fairen Spiel:

Auf Platz 2 spielten Marko Budic (R3) gegen den grossgewachsenen Christian Henke (R3).

Marko schlug stark und präzise auf und hatte entsprechend viele Asse auf seinem Konto. Christian versuchte zu kontern, was ihm nur bedingt gelang, weshalb Marko den 1. Satz mit 6:2 gewann und seinen Gegner im 2. Satz gleich zu Beginn breakte. Einen Vorteil, den er nicht mehr hergab, Christian am Ende des 2. Satzes gar ein zweites Mal breakte und damit mit 6:2 6:3 vom Platz gehen konnte.

Die beiden Tennis-Kollegen nach der Halbfinalpartie:

Nun konnte um 18:00 Uhr die erste Halbfinalpartie der Herren 50+ mit den Kontrahenten Kim Greuter (R2) und Karim Accaoui (R4) beginnen. 

Kim zeigte sich im 1. Satz äusserst stabil, aggressiv und präzis in den Schlägen. Karim punktete immer wieder mit seiner doppelhändigen Vorhand, mit welcher er gefährliche Kurz-Cross-Bälle schlagen konnte. Er versuchte seine etwas schwächere Backhand zu umlaufen, gewann dadurch den einen oder anderen Punkt, machte aber auch Fehler, weil er aufgrund der Ballgeschwindigkeit es nicht immer schaffte korrekt zum Ball zu stehen. Der erste Satz ging daher an den besser klassierten Kim (6:1). Karim blieb aber dran und erarbeitete sich im 2. Satz eine 5:2-Führung, die er in einen 6:2-Satzgewinn verwerten konnte. Im Champions-Tie-Break blieben beide Spieler mutig und schenkten sich nichts. Einer musste gewinnen und es war Kim (10:4). Kims Kommentar nach dem Match: "Wir hatten einen tollen Match. Am Ende konnte ich meine Taktik anpassen und vermehrt ans Netz vorstossen."

Nach dem Match zeigte sich Karim neben Sieger Kim sichtlich zufrieden:

Um 18:30 Uhr konnte die letzte Halbfinalpartie des Tages (MS 50+) starten: es duellierten sich Christian Ernst (R2) mit Gian-Andri Casutt (R3).

Christian, dessen Spiel sich durch lange, kraftvolle, gut platzierte Schläge, wenig Eigenfehler und ausgezeichnete Beinarbeit charakterisieren lässt, holte sich den 1. Satz gegen den acht Jahre jüngeren Gian-Andri mit 6:3. Der 2. Satz war ausgesprochen umkämpft. Gian-Andri gelang eine 6:5-Führung. Am Ende holte sich Christian aber den 2. Satz mit 7:6.

Das Bild nach dem Match: