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Schoeller Cup: fünfter Turniertag mit einigen GC-Spielern

Schoeller Cup: fünfter Turniertag mit einigen GC-Spielern

Heute kam es zu fünf Partien mit GC-Spieler-Beteiligung.

Der Zeitplan sieht folgendermassen aus:

DatumUhrzeitKategorieGC-SpielerGegner
29.01.2608:00MS 70+Martin Rübel (R7)Werner Schibig (R6)
  MS 70+Christoph Heiz (R7)Jan Barcikowski (R6)
 11:00MS 75+Jorge Wernli (R7)Pascal Sagarra (R9)
 18:30MS 45+Raffael Meili (R3)Kristian Baotic (R4)
 20:00MS 60+Jean-Michel Fürst (R6)Marin Bachmann (R5)

Um 08:00 Uhr gingen die beiden langjährigen Freunde und Vorstandsmitglieder der Tennis Couvert Sektion Martin Rübel und Christoph Heiz auf den Platz um ihre Partien gegen Werner Schibig bzw. Jan Barcikowski in Angriff zu nehmen. Bis zu den Halbfinalspielen werden in den Alterskategorien MS 70+ und 75+ Kurzsätze gespielt. Bei diesem Spielmodus, gilt es den Anfang des Matches nicht zu "verschlafen".

Sektionspräsident Martin schien es ziemlich eilig zu haben, denn als sein Freund Christoph mit seinem Match begann, stand es bei ihm bereits 1:4 und damit (Kurz-)Satz für Werner. In diesem 1. Satz war die Partie von druckvollen Schlägen geprägt, wobei Werner der konstantere Spieler war und weniger unerzwungene Fehler produzierte. Er wusste geschickt Martins schwächere Backhand-Seite anzuspielen und verhinderte damit, dass letzterer seine gefürchtete Vorhand zum Einsatz bringen konnte. Martin verlor den 1. Satz mit 1:6. Im 2. Satz wurde Martin geduldiger, streute erfolgreich Stoppbälle ein und vermochte seine Backhand zu umlaufen. Dank starker Aufschlag-Spiele und guter Netzangriffe vermochte er mit 2:1 und 3:2 in Führung zu gehen. Das Game beim Stand von 3:3 war hart umgekämpft. Am Ende musste Martin aufgrund von zwei unerzwungenen Fehlern die Führung abgeben und kurz danach stand es 6:3 für Werner. Martin meinte nach dem Match: "Es war ein Serviceduell. Ziel war es, möglichst wenig zu laufen."

Im Match von Christoph gab es lange Ballwechsel. Im Gegensatz zum Spiel zwischen Martin und Werner waren die Schläge in der Partie zwischen Christoph und Jan vorsichtig dosiert und öfters von kurzen Crossbällen geprägt. Beim Stand von 4:4 musste im 1. Satz das Tie-Break entscheiden, welches Christoph mit 7:5 gewann. Sowohl Christoph als auch Jan waren gut zu Fuss unterwegs und schenkten sich nichts. Im 2. Satz machte Christoph mehr Druck. Neben seinen scharfen Aufschlägen, wagte er sich öfters ans Netz - auch mittels Serve-and-Volley - und brachte mit langen, harten Vor- und Rückhandschlägen seinen Gegner in Bedrängnis. Jan gab sich aber nicht so leicht geschlagen und wehrte sich hartnäckig. Die Games waren hart umkämpft. Beim Stand von 3:2 und 30:30 spielte Christoph mutig Serve-and-Volley und wurde mit einem Matchball belohnt. Diesen konnte er mit einem Aufschlag-Winner verwerten. Christophs Kommentar nach dem Match: "Am meisten beschäftigte mich, was die Kommentatorin von meiner Vorstellung hielt, ob sie sich nicht langweilte und was sie schreiben würde."

Um 11.00 Uhr konnte die Partie zwischen Jorge Wernli (R7, MS 75+) und Pascal Sagarra (R9) starten.

Jorge - mit rotem Stirnband und Theraband in der selben Farbe am Knie - machte viel Druck gegen den mit R9 klar unterklassierten Pascal. Jorge retournierte mit langen druckvollen Schlägen gut, Pascal war oft zu spät am Ball. Nach rund einer halben Stunde ging der erste Satz mit 4:0 an Jorge. Im 2. Satz versuchte Pascal, Jorge mit Stoppbällen zu überraschen. Einige Male waren seine Versuche von Erfolg gekrönt. Jorge antizipierte aber in der Folge Pascals Vorhaben regelmässig, erlief den Ball und versenkte ihn geschickt. Damit gewann Jorge auch den 2. Satz mit 4:0. Nach dem Match meinte er schmunzelnd: "Pascal war ein harter Gegner, den ich dank der roten Bändern geknackt habe!"

Mit einiger Verspätung konnte die vorletzte Partie des heutigen Tages mit GC-Beteilung zwischen Raffael Meili (R3, MS 45+) und Kristian Baotic (R4) um 19:50 Uhr beginnen. Die Verspätung war vor allem dem unglaublich spannenden Duell zwischen Richard Farda (R3) und Tobias Keller (R3) bei den Herren 55+ geschuldet, welches Richard mit 6:3 6:7 10:8 für sich entscheiden konnte.

Raffael begann nervös und produzierte gleich in seinem ersten Aufschlagspiel zwei Doppelfehler. Er liess sich dadurch nicht beirren und überzeugte mit druckvollen Schlägen, guten Slice-Variationen und Netzangriffen. Kristian blieb seinerseits ruhig und konzentriert, und brachte, dank ausgezeichnet platziertem Service und präzisen Netzangriffen, Raffael in Bedrängnis. Der 1. Satz war hart umkämpft, teils von Breaks und Rebreaks geprägt. Es kam wie es kommen musste: das Tie-Break musste entscheiden. Nachdem Raffael zu Beginn leicht in Führung lag, gar Satzbälle hatte, vermochte sich Kristian schliesslich mit 8:6 durchzusetzen. Anfang des 2. Satzes konnte Raffael, gleich zu Beginn Kristians Service-Game abnehmen. Kristian breakte Raffael umgehend zurück und konnte kurz darauf sein eigenes Service-Game gewinnen. Raffael nervte sich vermehrt, Kristian blieb ruhig und führte bald mit 4:1. Er gewann an Selbstvertrauen und setzte seine kraftvolle Vorhand gnadenlos ein, weshalb Raffael stets versuchte Kristians schwächere Backhand zu bearbeiten. Kristian blieb stark und setzte sich am Ende mit 7:6 6:1 durch. 

Kurz nach 20:00 Uhr konnte Jean-Michel Fürst (R6, MS 60+) gegen Martin Bachmann (R5) auf den Platz.

Zu Beginn des 1. Satzes gab es zwar einige spannende, druckvolle Rallies, die aber meist zugunsten von Martin ausgingen. Sein konstantes Spiel brachte Jean-Michel an seine Grenzen, weshalb er zu oft seine Schläge "überpowerte". Trotzdem wehrte er sich nach Kräften und es gelang ihm mit geschickt eingestreuten Backhand-Slice-Schlägen und Stoppbällen, Martin aus dem Konzept zu bringen. Nach einer 3:0-Führung für Martin, gelang Jean-Michel der Ausgleich zum 3:3. Jean-Michel wuchs über sich hinaus. Am Ende reichte es doch nicht ganz und Martin konnte den 1. Satz mit 6:3 für sich verbuchen. Jean-Michel gab sich aber nicht geschlagen und spielte im gleichen Stil wie in der zweiten Hälfte des 1. Satzes weiter. Das Spiel war ausgeglichen, die Games hart umkämpft. Während Martin ruhig und konzentriert blieb, führte Jean-Michel bei Eigenfehlern zunehmend Selbstgespräche. So ging auch der 2. Satz mit 6:4 an Martin. 

Morgen sieht der Spielplan folgendermassen aus:

DatumUhrzeitKategorieGC-SpielerGegner
30.01.2609:30MS 70+Christoph Heiz (R7)Hans-Ueli Ritschard (R5)
 12:30MS 75+Jorge Wernli (R7)Max Bider (R5)
 14:00MS 75+Hans-Ueli Blass (R5)Sergio Catellani (R6)
 15:30MS 60+Pascal Raemy (R4)Stephen Wheeler (R5)
 20:00MS 45+Marko Budic (R3)Thomas Tschupp (R5)