Der Zeitplan sieht folgendermassen aus:
| Datum | Uhrzeit | Kategorie | Spieler 1 | Spieler 2 |
| 10.02.26 | 09:00 | MS 65+ | Norbert Henn (R2) | Martin Gloor (R3) |
| MS 75+ | Petr Kolacek (R4) | Josef Mörtl (R5) | ||
| 10:30 | MS 55+ | Thomas Stähelin (R3) | Christoph Back (R1) | |
| MS 70+ | Andrea Lienhard (R2) | Hans-Ueli Ritschard (R5) | ||
| 12:00 | MS 50+ | Christian Ernst (R2) | Kim Greuter (R2) | |
| MS 60+ | Renzo Gadola (R4) | Pascal Raemy (R4) | ||
| 13:30 | MS 45+ | Mikael Ljunggren (R3) | Marko Budic (R3) |
Den Anfang des heutigen Finaltages machten die Herren 65+ und 75+.
Auf Platz 1 standen sich der deutsche Seriensieger Norbert Henn (R2) und Martin Gloor (R3) gegenüber (MS 65+).

Das Spiel war von guten Ballwechseln geprägt. Von Anfang an war aber klar, wer der Chef auf dem Platz ist. Ruhig und clever wusste Norbert Martins schwächere Backhand-Seite anzuspielen und mit variantenreichem Spiel zu punkten. Er verleitete Martin dazu, mit seiner starken, ansonsten punktenden Vorhand zu überpowern und den Ball ins Aus zu befördern. Am Ende des 1. Satzes stand es 6:0 für Norbert. Martin gab sich aber noch nicht geschlagen und schaffte zu Beginn des 2. Satzes ein Rebreak zum 1:2. Norbert schien es danach aber eilig zu haben, machte kaum noch Fehler und gewann alle längeren Rallies. Nach einem letzten Aufbäumen zum 2:5, in welchem Martin spektakuläre Punkte gewann, stand es am Ende 6:0 6:2 für den 21-fachen-Schoeller-Cup-Sieger (!) Norbert.
Nobert und Finalist Martin mit Turnierleiterin Heidi:

Auf Platz 2 spielten Petr Kolacek (R4) und Josef Mörtl (R5) gegeneinander.

Josef versuchte Petr mit langen scharfen Schlägen unter Druck zu setzen. Er ging denn auch im 1. Satz mit 1:0 in Führung. Petr konterte umgehend, nahm in gewohnter Manier den Ball früh, platzierte die Bälle clever und übernahm mit 4:1 die Führung. Josef kämpfte sich zurück, wurde konstanter und gewann die nächsten zwei Games zum 3:4. Schliesslich konnte Petr den 1. Satz mit 6:4 für sich zu Buche führen. Im 2. Satz streute Petr mit seinem guten Händchen vermehrt Stoppbälle ins Spiel und machte beinahe keine Eigenfehler mehr, weshalb er am Ende mit 6:4 6:2 vom Platz gehen konnte.
Das Foto nach dem Match mit der Co-Turnierleitung Heidi und Pascal:

Pünklich konnten die nächsten Finalpartien starten.
Auf Platz 1 duellierten sich die Herren 70+ Andrea Lienhard (R2) und Hans-Ueli Ritschard (R5).

Hans-Ueli wehrte sich gegen die häufigen Netzangriffe seines Gegners gekonnt, während Andi zwar aggressiv spielte, aber zu viele unerzwungene Fehler produzierte. Schnell stand es 4:1 für Hans-Ueli. Andi reduzierte in der Folge seine Fehlerquote, konterte Hans-Uelis Netzangriffe gekonnt, würzte sein Spiel mit Stoppbällen und holte auf: Spielstand 4:4. Das folgende Game und Aufschlagspiel von Hans-Ueli war hart umkämpft - mit dem besseren Ende für den Aufschläger. Beim Stand von 6:5 kam Hans-Ueli zu einem Satzball, verlor dann aber noch das Game - vor allem dank Andis erfolgreichem Serve-and-Volley-Spiel. Das Tie-Break musste entscheiden, welches Hans-Ueli knapp mit 8:6 für sich zu entscheiden vermochte. Im zweiten Satz liess Andi nichts anbrennen, spielte konstant, griff häufig Richtung Netz an und ärgerte Hans-Ueli gekonnt mit Stoppbällen. Bald führte er mit 5:2. Hans-Ueli schaffte das Come-Back und konnte auf 5:5 ausgleichen. Beim Stand von 6:5 hatte nun Andi zwei Satzbälle. Diese konnte er nicht verwerten, weshalb das Tie-Break erneut entscheiden musste. Am Ende gewann Hans-Ueli knapp mit 7:6 7:6.
Nach dem Match:

Auf Platz 2 konnte man den Match zwischen Christoph Back (R1) und Thomas Stähelin (R3) verfolgen (MS 55+).

Thomas spielte frisch von der Leber, machte wenig Eigenfehler. konnte Christophs Aufschlag gut lesen und setzte ihn von Beginn an unter Druck. Der laufstarke Christoph schien zu Beginn des Matches etwas verunsichert, kam aber immer besser ins Spiel. Thomas blieb aggressiv, stiess, wann immer er konnte ans Netz vor und punktete mit seinem starken Aufschlag. Der 1. Satz war ausgeglichen mit dem besseren Ende für Christoph, der ihn mit 6:4 holte. Auch der 2. Satz blieb zu Beginn ausgeglichen. Christoph kam immer besser in Fahrt, war häufiger am Netz anzutreffen, legte mit Doppel-Break vor und wurde am Ende mit einem 6:4 6:2-Sieg seiner Favoritenrolle gerecht.
Die MS 55+-Finalisten nach dem Match:

Während im Clubraum der Apéro bereits am Laufen war ....


... konnte auf Platz 2 die Partie zwischen Renzo Gadola (R4) und Pascal Raemy (R4) beginnen (MS 60+).

Renzo begann etwas nervös, steigerte sich aber bereits nach dem ersten Gameverlust. Er agierte agil, variantenreich, konstant, griff immer wieder Richtung Netz an und konterte Pascals Serve-and-Volley-Spiel gekonnt. Letzterer wirkte verunsichert, stiess weniger häufig als üblich ans Netz vor und wurde von Renzo geradezu an die Wand gespielt. So hiess bald: 6:1 6:0.
Nach dem Match, mit den sichtlich stolzen beiden Söhnen des Siegers:

Auf Platz 1 konnten die Zuschauer in der Folge den Match der 50+ Herren zwischen Christian Ernst (R2) und Kim Greuter (R2) verfolgen.

Kim spielte äusserst druckvoll und beide Spieler hetzten sich regelrecht über den Platz. Das Spiel war von langen Ballwechseln geprägt. Kim spielte aggressiver, ging das eine oder andere Mal erfolgreich ans Netz und gewann in der Folge den 1. Satz mit 6:4. Christian bewies, dass er ein Kämpferherz hatte und holte den 2. Satz dank ausgezeichneter Beinarbeit mit 6:4. Das Champions-Tie-Break war hart umstritten, wie in den beiden Sätzen von langen Ballwechseln geprägt, wobei Kim mehr Druck ausübte und entsprechend mehr Winner schlug. Christian liess sich nicht unterkriegen und machte kaum noch Fehler. Beim Stand von 9:6 hatte er drei Matchbälle. Kim zeigte Nervenstärke und glich auf 9:9 aus. Christian erkämpfte sich einen weiteren Matchball, den Kim mit zwei Servicewinnern infolge konterte, weshalb nun er zu einem Matchball kam. Beide hätten es verdient, als Sieger vom Platz zu gehen. Am Ende war es aber Christian der mit 14:12 siegte.
Christian mit Turnierleiter Pascal nach dem langen Match:

Nun konnte auch die letzte Finalpartie des Tages zwischen Lokalmatador Marko Budic (R3) und dem als Nr.1 gesetzten Mikael Ljunggren (R3) beginnen.

Gleich zu Beginn des Matches konnte Marko seinen Kontrahenten breaken und ging mit 1:0 in Führung, kassierte zwar gleich danach das Re-Break, konnte aber bald den Gewinn des 1. Satzes mit 6:1 verbuchen. Man konnte an den äusserst druckvollen, schnellen Schlägen erkennen, dass hier die "Jüngsten" am Werk waren. Im 2. Satz war es an Mikael seinen Gegner gleich zu Beginn zu breaken. Das liess sich Marko nicht gefallen, konterte gleich zurück und zog mit 5:2 davon und gewann gleich noch das nächste Game. Damit gewann er zum wiederholten Mal den Schoeller Cup in der Kategorie MS 45+.
Das Finalistenfoto nach dem Match:

Damit ist auch der 50. Schoeller Cup zu Ende! Wir danken allen Spielern und Zuschauern, und freuen uns bereits auf nächstes Jahr.

